Workshops 2026
11:15–12:45 Uhr | Workshop-Slot 1
Anna Sophie König, Theresa Hofstätter, Kaan Koldere, Nicole Hahn, Doris Kraml, Philipp Haller, Fabian Hartmann & Karin Stitzle-Oseghale
Wie kann Soziale Arbeit, Digitale Transformation im Sinne von Disziplinentwicklung und Professionalisierung einsetzen? Welche (bislang) ungenützten Themenfelder und Einsatzgebiete existieren?
Die Möglichkeiten datenbasierter Fallsteuerung, jener einer verbesserten fachlichen Entscheidungsfindung in Organisationen & Teams Sozialer Arbeit gleichermaßen wie die Gewährleistung ethischer Standards beim Einsatz digitaler Instrumente standen im Fokus dieses Forschungslabors. Interessant war/ist, dass mit der Forschung zu digitalen Einsatzmöglichkeiten auch grundlagentheoretisch fundierte Fragen der Social Support Forschung, der empirischen Exploration von Fragen der Kollaboration und Entscheidungsfindung neu gestellt worden sind: Wie gelingt transprofessionelle Zusammenarbeit? Welche organisationsübergreifenden Dokumentationspraxen sind naheliegen? Wie funktioniert Diagnostik im Feld der Inklusionspädagogik grundsätzlich? Fragen der Dynamik analoger Aushandlung & Kooperation rücken mit Digi-Research wieder in den Fokus empirischer Interessen, was im Workshop abgebildet wird.
Sarah Kazianka, Julia Messner, Verena Mitterlehner & Andrea Todt
Soziale Arbeit stellt eine wichtige, gesellschaftliche Ressource dar, deren vielfältige Aufgaben und Wirkungsbereiche in der Öffentlichkeit oft wenig wahrgenommen werden. Ausgehend von den Forschungsergebnissen unseres Masterprojekts zur Sichtbarkeit Sozialer Arbeit im ländlichen Raum thematisiert der Workshop berufspolitische und professionsbezogene Lücken und Lösungsansätze. Es geht um die Stärkung öffentlicher Sichtbarkeit professioneller Sozialer Arbeit. Nach einem Input zu zentralen Erkenntnissen werden Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsame Strategien entwickelt.
13:45–15:15 Uhr | Workshop-Slot 2
Dr. Eva Turk & FH-Prof. Mag. Dr. Johannes Pflegerl
Der interaktive Workshop gibt einen Einblick in aktuelle Projekte des Centers for Digital Health and Social Innovation (CDHSI) der USTP, die in Kooperation mit dem Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung entstehen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden analysieren und diskutieren wir, welche Herausforderungen, Chancen und Lösungen bei der Entwicklung von digitalen Anwendungen für Praxis, Forschung und Profession der Sozialen Arbeit bestehen
Das CDHSI ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Entwicklungszentrum an der Schnittstelle von Gesundheit, Soziales und digitalen Technologien. Sein Ziel ist es, personenzentrierte, wissenschaftlich fundierte Innovationen zu schaffen, die das Wohlbefinden stärken und gesellschaftliche Teilhabe fördern.
FH-Prof.in Dr.in Michaela Moser, Ilse-Arlt-Institut für Soziale Inklusionsforschung
Wie können wir das Sorgen füreinander in unserer Gemeinde oder Nachbarschaft gut organisieren? Wie Caring Communities nachhaltig gestalten? Wie notwendige Infrastruktur, nachbarschaftliche und professionelle Angebote bestmöglich verknüpfen?
Care-Räte eröffnen Räume, in denen Menschen gemeinsam nachdenken, aushandeln, planen und ins Tun kommen können.
Der Online-Workshop schafft Austausch-Möglichkeiten zur Frage der Organisierung von Care-Arbeit und gibt einen kompakten Einblick in Anliegen, Ziele und Methodik von Care-Räten.
Er richtet sich an alle, die bereits Erfahrungen mit Care-Räten gesammelt haben, aber auch jene, die erst beginnen zu überlegen, ob ein Care-Rat ein für sie passendes Instrument wäre und noch viele offene Fragen haben.
Wir teilen Beispiele, diskutieren Möglichkeiten und klären, was es für (die weitere Planung) eine/r Umsetzung braucht.
Ausgangspunkt bilden bisherige Erfahrungen und das Tool-Kit Care Räte:
research.ustp.at/projekte/gemsorg-gemeinsam-sorgen-das-potenzial-von-care-raeten
Isabella Andreev, Antonia Augendopler, Bianca Beofsich, Eva Burgstaller, Sebastian Heinzl, Johanna Hochebner, Barbara Lechner, Hannah Nosofsky, Eva Pöhacker & Karoline Schandl Ramalho
Dieser Workshop beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Soziale Arbeit in aktuellen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen einnehmen soll und muss. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass soziale Ungleichheit zunimmt, Ressourcen (Sozialabbau) knapper werden und politische Konflikte sich verschärfen. Gleichzeitig stehen Sozialarbeiter*innen zunehmend unter Druck, während ihre Klient*innen besonders stark von diesen Entwicklungen betroffen sind. Der Workshop ist praxisnah und partizipativ gestaltet. Es sollen eigene Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsam reflektiert werden. Gemeinsam soll erarbeitet werden, wie politische Handlungsfähigkeit in der Sozialen Arbeit entstehen kann.
